Archive for the ‘Selbstführung’ Category

Selbstführung: 2/3 der Interviews geführt…

Montag, Mai 19th, 2008

Paddington

Nach einem kurzen Abstecher nach London in der vergangenen Woche habe ich jetzt 35 Interviews geführt. Im Gespräch mit einem ehemaligen Bänker mit Tätigkeiten u.a. in den USA und Saudi-Arabien konnte ich meine Perspektiven zum Thema Selbstführung erweitern.
Derzeit habe ich übrigens die geplante Zahl der „führenden“ Frauen, die ich für ein Gespräch treffen wollte (mindestens zehn), noch nicht erreicht. Besonders habe ich mich in diesem Kontext über das Interview mit der Chefredakteurin eines bekannten Wirtschaftsmagazins gefreut, die ich vor kurzem in Hamburg sprechen konnte.
Spannend war auch das Gespräch mit dem Leiter einer kirchlichen Akademie in Berlin. Und ein außergewöhnliches Vergnügen war das Interview mit Ulrich Eckhardt, der über ein viertel Jahrhundert die Berliner Festspiele geleitet hat. Von ihm zu erfahren, wie ein Kulturmanager sich selbst führt, war ein großer Gewinn für mich.

Ein Leitbild für die eigene Person

Donnerstag, März 20th, 2008

Im Blog imgriff.com fand ich eine gute & knappe Zusammenfassung zur Thematik eines persönlichen Leitbilds.
Ivan Blatter schreibt dort über mehrere Verfahren, die eigene „Mission“ zu finden und verweist u.a. auf Steven Covey und Tina Su (15 Questions To Discover Your Personal Mission).
Für das zentrale Feld MISSION / ZUKUNFT meines Modells zur Selbst-Führung ergeben sich daraus praktikable Ansätze, sich mit diesen grundlegenden Fragen zu beschäftigen:
Warum / Wozu bin ich auf der Welt?
Welche Aufgabe (Mission) habe ich?
Was will ich zur Entfaltung bringen?
Welche (persönliche) Zukunft strebe ich – daraus folgend - an?

Ein minimalistischer Arbeitsplatz

Montag, März 17th, 2008

Leo Babautas BLOG zenhabits ist für sich genommen schon lesenswert. Als „Gastblogger“ hat er hier eine schöne Beschreibung seines Arbeitsplatzes gegeben – und er zeigt auf, mit welchen Schritten er es zu diesem Zen-Ambiente geschafft hat.
Babauta’s Desk

Foto: Leo Babauta, Zenhabits

Erster Modellentwurf: Selbstführung als „Blume“

Montag, März 3rd, 2008

Mittlerweile habe ich weiter zum Thema Selbstführung recherchiert und nunmehr das dreizehnte Interview (Stand heute) geführt. Als Ergebnis ist mein vorläufiges Modell für Selbst-Führung entstanden – eine „Blume“:

1 plus 6 Dimensionen der Selbstführung

Modell 01

© Dr. Burkhard Bensmann

Hierbei handelt es sich um den ersten Versuch, die verschiedenen Facetten und Dimensionen des Begriffs Selbstführung in einem Entwurf zu vereinen. Einige Anmerkungen:

Mission/Zukunft: beides steht (für einige Führungskräfte) in einer zyklischen Beziehung: wenn ich weiß, wozu ich auf der Welt bin, dann kann ich auch meine Ziele darauf ausrichten – was wiederum für denjenigen, der nicht an eine „Mission“ glaubt, paradox erscheinen kann…

Körper, Seele & Geist: dieses „Blütenblatt“ vereint Bereiche wie Spiritualität, innere Grundhaltung, aber auch Verfahren wie Stressmanagement, „mentale Modelle“ (Peter Senge und andere), kognitive Fähigkeiten etc.

Können & Entwickeln: hier sind Talente, persönliche Stärken, wie auch deren Weiterentwicklung eingeordnet, ebenso wesentliche soziale Fähigkeiten

Partner, Mitarbeiter & Netzwerk: … damit ist natürlich auch das relationship management gemeint…

Prozesse & Strukturen: bezeichnet u.a. die grundlegenden Methoden und Instrumente der Selbstorganisation

Projekte & Produkte: umfasst – je nach Perspektive – Lebensprojekte, Langzeitvorhaben und / oder Kernaufgaben; ebenso: wesentliche (persönliche) Produkte oder Dienstleistungen im engen oder weiten Sinn

Ertrag / Mehrwert: dies ist noch ein Arbeitstitel im frühen Stadium… dieses Feld ist der Schaffung von Wert gewidmet. Hierzu können Erträge im engen (z.B. finanzielle Erträge) und weiten (z.B. ehrenamtlicher Beitrag) Sinn zählen…

Soviel als erstes Zwischenergebnis nach zwei Monaten Projektlaufzeit…

Die falschen Dinge tun: Hilfstätigkeiten statt “Knowledge Work”

Freitag, Februar 22nd, 2008

Das Wirtschaftsmagazin FAST COMPANY zeigt in der Februarausgabe einmal mehr auf, dass sich viele Fachkräfte nicht auf ihre Kerntätigkeiten fokussieren. Das Pharmaunternehmen PFIZER hat, als Ergebnis umfangreicher interner Studien, herausgefunden, dass sich Fachkräfte bis zu 40% ihrer Zeit stattdessen mit Hilfstätigkeiten beschäftigen. Jordan Cohen, so genannter “senior director for organizational effectiveness” bei PFIZER, meint, dass die Fachleute zur Entwicklung von Strategien und Innovationen eingestellt worden sein, sich aber vielmehr mit dem “Googeln” und der Vorbereitung von Power Point-Präsentationen beschäftigten. Als Reaktion darauf schuf Cohen ein System, das OOF genannt wird: Office Of the Future, welches mit einer magischen Taste in die Microsoft Outlook-Arbeitsoberfläche integriert wurde. Nun kann der knowledge worker bei PFIZER entscheiden, ob er bestimmte Teilaufgaben als Unterstützungsleistung zu einer Firma in Indien auslagern will; diese sendet ihm auf Anfrage ein Angebot mit spezifischen Kosten. Den vollständigen Text in FAST COMPANY finden Sie hier.

Jahresziele in 3D

Mittwoch, Februar 13th, 2008

Die Interviews zu meinem Jahresprojekt Selbst-Führung sind gestartet und ich habe die ersten acht Gespräche (Stand heute) geführt. Dazu bin ich u.a. nach Mailand, Frankfurt und Waldkirch (Fabrik Sonntag bei Freiburg i.Br.) gereist, um vor Ort den Dialog mit Führungskräften und „führenden Kräften“ zu suchen.
Wie erwartet, ergibt sich eine Bandbreite von Antworten auf meine für alle gleich lautenden Fragen.
Wichtige Aspekte sind Zielsetzung, Disziplin, Selbst-Motivation und Selbst-Reflexion. Bei den Methoden und Instrumenten gibt es bei der Planung sowohl das klassische Arbeiten auf Papier, als auch Mischformen mit digitalen Medien. Wobei ich bereits jetzt meine Skepsis gegenüber „Blackberry“-PDAs bestätigt finde…
Natürlich finden sich auch kreative Ansätze, insbesondere fällt die Nutzung von mind-maps auf. Leonardo Previ, Gründer und Mitinhaber der Agentur Trivioquadrivio in Mailand, zeigt auf, wie weit Selbst-Führung bei den Planungsmethoden gehen kann: er hat ein dreidimensionales Modell seiner Jahresziele – aus LEGO-Steinen gebaut. Kein Wunder – er ist ausgebildeter facilitator von LEGO Serious Play.
Interview Leonardo Previ

Interview mit Leonardo Previ, Trivioquadrivio, Mailand (04.02.2008, Foto: Pietro Storti)

Die Interviews gehen zügig weiter. Der Schwerpunkt liegt zwar auf Deutschland, aber in den nächsten Monaten werde ich auch Gespräche mit Führungskräften und „führende Kräften“ u.a. aus Italien, Großbritannien, Polen und den USA organisieren.

Selbst-Führung: Recherche zum Thema als Jahresprojekt

Donnerstag, Januar 24th, 2008

Mein Jahresprojekt für 2008: ich werde in zahlreichen Interviews im In- und Ausland herausfinden, wie Führungskräfte Selbst-Führung tatsächlich betreiben. Es gibt (auch in meinen Regalen) meterweise Bücher, die mit diesem Thema zu tun haben, aber mich interessiert, was die Führungskräfte tatsächlich tun, um „auf Kurs zu bleiben“.

steuersintra.jpg

Meine Leitfragen für teilstrukturierte Interviews lauten:

1. Was bedeutet für Sie der Begriff Selbst-Führung?
2. Mit welchen Instrumenten strukturieren Sie Ihre Arbeit?
3. Wo sehen Sie persönlich Ihre größten Stärken in Sachen Selbst-Führung?
4. Wo sehen Sie persönlich Ihre größten Schwächen in Sachen Selbst-Führung?
5. Gibt es für Sie Vorbilder für Selbst-Führung?
6. Wie kann eine Führungskraft Selbst-Führung verbessern? Was kann man lernen?

Die Ergebnisse werde ich – nach heutigem Stand – zumindest dreifach verwenden:
- für meine Lehrveranstaltung an der Fachhochschule Osnabrück (Wahlmodul FÜHRUNG im MBA-Studiengang Hochschul- und Wissenschaftsmanagement)
- für diesen BLOG und
- für ein Buch zum Thema Selbst-Führung.

Ich werde an dieser Stelle über Fortschritte und Zwischenergebnisse berichten…